Am Freitag, den 29. Mai, besuchten unsere Arbeitskreise Frauen und Kultur die Ausstellung Yayoi Kusama im Kölner Museum Ludwig. Die versierte Museumsführerin beleuchtete die persönlichen, familiären und medizinischen Hintergründe in Kusamas Arbeiten, die maßgeblich für die Entwicklung ihrer Werke verantwortlich waren. Durch psychische Erkrankungen, die schon in der frühen Kindheit zu visuellen und auditiven Halluzinationen bei Kusama führten, entwickelte die Künstlerin einen ganz individuellen und unverkennbaren Stil. Die Verbildlichung der Erkrankung ist in vielen Werken zu spüren. Besonders bedrückend kam hinzu, dass Kusama während ihrer Arbeit in Amerika immer wieder nachgeahmt und einige ihrer Ideen, vor allem von männlichen Kollegen, gestohlen und übernommen wurden. Dagegen vorgehen konnte sie nicht.
Eine ganz außergewöhnliche Lebensgeschichte einer der bekanntesten noch lebenden weiblichen Künstlerinnen unserer Zeit. Sowohl für den AK Kultur als auch für den AK Frauen war dieser Besuch eine wertvolle Erfahrung.